Vitamin D in der Perimenopause

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 Christian Boyer
Christian Boyer
Dr. der Gesundheitsbiologie – Ernährungswissenschaftlerin
Eine Frau in der Sonne – gut für das Vitamin D

Warum verdient dieser essentielle Mikronährstoff besondere Beachtung?

Vitamin D wird oft mit der Gesundheit des Knochengewebes in Verbindung gebracht. Seine Rolle geht jedoch weit darüber hinaus. Es spielt eine Rolle in so unterschiedlichen Bereichen wie der Stärkung des Immunsystems, der Muskelgesundheit, der Stimmungsausgleichung oder auch der ordnungsgemäßen Funktion unseres Stoffwechsels.

Was es in der Perimenopause (dieser Phase, die von der Prämenopause bis zur Postmenopause reicht) umso wertvoller macht, ist die Tatsache, dass ein Mangel daran oft unbemerkt bleibt. Die Anzeichen eines Vitamin-D-Mangels können leicht mit den Symptomen des hormonellen Übergangs verwechselt werden. In den Wechseljahren ist Vitamin D ein natürlicher Verbündeter, um bestimmten Auswirkungen des Östrogenabfalls entgegenzuwirken, indem es beispielsweise die Knochenmineralisierung unterstützt.

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Vitamin D: ein Hormon – weit mehr als nur ein Vitamin.

Der Begriff „Vitamin D“ bezieht sich auf eine Gruppe fettlöslicher Verbindungen (Familie der Calciferole). Es gibt zwei Formen von ernährungsphysiologischer Bedeutung:

  • Vitamin D3 (Cholecalciferol), das die Haut unter Einwirkung des Sonnenlichts bildet und in bestimmten Lebensmitteln enthalten ist (fetter Fisch, Kabeljauleber, Innereien, Eier, Milchprodukte usw.).
  • Vitamin D2 (Ergocalciferol) hingegen wird von Pflanzen gebildet und kommt in Lebensmitteln wie Pilzen vor.

Allerdings weist Vitamin D3 eine höhere biologische Aktivität auf als D2, und die überwiegende Mehrheit der Studien, die die gesundheitlichen Vorteile einer Vitamin-D-Supplementierung aufgezeigt haben, wurde mit der D3-Form durchgeführt.

Der aktive Metabolit von Vitamin D, Calcitriol genannt, ist eigentlich ein„fettlösliches Hormon“, das manchmal auch als „Hormon D“ bezeichnet wird und über einen Mechanismus, der dem der vom Körper selbst synthetisierten Hormone ähnelt, auf spezifische Rezeptoren wirkt. Die Vorstufe des aktiven Vitamin-D-Metaboliten wird unter Einwirkung von Sonnenlicht in der Haut gebildet und muss anschließend in der Leber und dann in den Nieren aktiviert werden.

Dieser aktive Metabolit des Vitamins D ist an zahlreichen Prozessen beteiligt; er reguliert insbesondere die Aufnahme von Kalzium und Phosphor im Darm, doch seine Rolle geht weit darüber hinaus. Ein guter Vitamin-D-Spiegel fördert die Zahn- und Knochengesundheit, stärkt das Immunsystem und senkt das Risiko für Autoimmunerkrankungen, verschiedene Krebsarten sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vitamin D trägt zudem zur Erhaltung unserer kognitiven Funktionen bei.

In der Perimenopause wirkt es unterstützend in mehreren Bereichen gleichzeitig – genau dort, wo der hormonelle Wandel den Körper besonders anfällig macht.

Vitamin D ist kein Luxus. In der Perimenopause ist es eine der am besten dokumentierten Ernährungsgrundlagen.

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Ihre Rolle während der Perimenopause

Die Knochengesundheit erhalten

Der Rückgang des Östrogenspiegels beschleunigt den Knochenabbau. Damit das aus der Nahrung aufgenommene Kalzium gut resorbiert und anschließend vom Körper verwertet werden kann, ist Vitamin D unverzichtbar. Ohne Vitamin D kann der Körper auf seine eigenen Knochenreserven zurückgreifen, wodurch das Skelett nach und nach geschwächt wird.

Studien an Frauen in der Prä- und Postmenopause zeigen, dass eine Vitamin-D-Supplementierung in Kombination mit Kalzium dazu beiträgt, die Knochendichte langfristig zu erhalten.

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Die Muskelkraft verbessern

In den Muskeln kommen Vitamin-D-Rezeptoren vor. Ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel geht bei Frauen in den Wechseljahren mit einer besseren Muskelkraft einher. Dieser Vorteil ist besonders wichtig in einer Lebensphase, in der die Muskelmasse naturgemäß abnimmt.

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Die Stimmung und das emotionale Wohlbefinden verbessern

Die Perimenopause gilt als eine Phase, in der Frauen anfällig für Stimmungsschwankungen und manchmal sogar für depressive Episoden sind, auch bei Frauen ohne entsprechende Vorerkrankungen. Vitamin D spielt eine Rolle für die neurokognitive Gesundheit und wirkt insbesondere bei der Regulierung bestimmter Neurotransmitter, darunter Dopamin und Serotonin.

Ein Vitamin-D-Mangel ist ein Faktor, der das Auftreten psychischer Störungen wie Depressionen undAngstzustände begünstigt. Studien zeigen, dass Menschen mit niedrigen Vitamin-D-Spiegeln anfälliger dafür sind, diese Störungen zu entwickeln.

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Förderung der Herz-Kreislauf-Gesundheit und des Stoffwechsels

Vitamin-D-Mangel und die Perimenopause weisen mehrere gemeinsame Risikofaktoren auf: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, metabolisches Syndrom und Typ-2-Diabetes. Die Aufrechterhaltung eines ausreichenden Vitamin-D-Spiegels in dieser Phase könnte dazu beitragen, das allgemeine Stoffwechselgleichgewicht und die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu unterstützen.

Les scientifiques ont notamment montré que les personnes carencées en vitamine D (<15 ng/mL de vitamine D dans le sang) sont exposées à un risque d’accident cardiovasculaire accru de 62 %.

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Länger leben

Vitamin D soll eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Integrität der genetischen Information auf Chromosomenebene spielen. Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel wird zudem mit einem erhöhten Sterberisiko in Verbindung gebracht, unabhängig von der Todesursache.

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Warum kommt ein Mangel so häufig vor?

Es gibt mehrere Gründe dafür, dass die gesamte Bevölkerung (und insbesondere Frauen in der Perimenopause) einen Vitamin-D-Mangel hat – oft ohne es zu wissen.

  • Die Synthese in der Haut nimmt mit zunehmendem Alter ab, selbst bei gleicher Sonneneinstrahlung.
  • In Frankreich schränkt die unzureichende Sonneneinstrahlung zwischen Oktober und April die Produktion naturgemäß ein.
  • Vitamin D kommt nur in wenigen Lebensmitteln vor, und zwar selten in ausreichender Menge.
  • Bestimmte Medikamente oder Erkrankungen beeinträchtigen die Resorption.

Eine einfache Blutuntersuchung reicht aus, um den Status zu ermitteln. Dies ist oft der erste Schritt, bevor eine individuell abgestimmte Nahrungsergänzung in Betracht gezogen wird.

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Wie man seinen Vitamin-D-Spiegel aufrechterhält

Die Sonneneinstrahlung ist nach wie vor die wichtigste Quelle, reicht jedoch allein oft nicht aus, insbesondere im Winter und aufgrund unseres bewegungsarmen Lebensstils. Vitamin-D-reiche Lebensmittel wie fetter Fisch, Eier und angereicherte Produkte können zur Versorgung beitragen, decken jedoch nicht den gesamten Bedarf ab.

Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ist nach wie vor die am besten geeignete Lösung, insbesondere in der Perimenopause. D3-Präparate sind zu bevorzugen, und die Dosierung der Nahrungsergänzung muss an den individuellen biologischen Status jeder Frau angepasst werden – daher ist es wichtig, den Vitamin-D-Spiegel zu überprüfen.

Die Kombination von Vitamin D3 mit Vitamin K2 sowie Magnesium (und Kalzium) ist ein sinnvoller Ansatz, um die positiven Auswirkungen auf die Knochengesundheit zu maximieren. Magnesium ist an allen Schritten des Stoffwechsels und des Transports von Vitamin D beteiligt. Dieses Mineral ist insbesondere entscheidend für die Bildung der aktiven Form von Vitamin D (Calcitriol). Vitamin K2 wirkt synergetisch mit Vitamin D3, um Kalzium in die Knochen und Zähne zu leiten. Es verstärkt zudem die kardiovaskuläre Schutzwirkung von Vitamin D.

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Das Wichtigste auf einen Blick

Vitamin D ist einer der am besten erforschten Nährstoffe im Zusammenhang mit der Perimenopause. Seine Auswirkungen auf Knochen, Muskeln, Gehirn, Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System machen es zu einer wertvollen natürlichen Unterstützung in dieser Übergangsphase.

Es löst zwar nicht alle Probleme, ist aber Teil eines ganzheitlichen Ansatzes. Die Überprüfung des Vitamin-D-Spiegels und die Behebung eines möglichen Mangels gehören jedoch zu den einfachsten und sinnvollsten Maßnahmen, die eine Frau ergreifen kann, um in der Perimenopause auf sich selbst zu achten.

Die Einnahme von Vitamin D3 in Kombination mit Magnesium und Vitamin K2 ist eine ideale und sogar notwendige Kombination.